Ich will auch DJ sein

Ich war in London und erlebte UNGLAUBLICHES! (Im folgenden ist nur milder Touri-Content zu erwarten; ASmoothSea ist immerhin ein möchtegern-Näh-Blog!).

(Ante Scriptum: Heißer, gut gemeinter Tipp – schnell ans Ende des Posts scrollen, Sound anmachen, das vorletzte Video anwerfen, schnell wieder hochscrollen, Post lesen, wenn unten angekommen beide Videos noch mal ansehen/-hören. Dann ist man nicht so alleine beim Lesen und hört den besten Soundtrack zum geschriebenen Wort.)

So, können wir dann jetzt?!

Da war ich doch mit Freundinnen in diesem unfassbar genialen Shop-Café DrinkShopDo / bei Nacht DanceShopDo und musste erleben, wie neben uns am Tisch in aller Öffentlichkeit gebastelt und genäht wurde! Und das ist da COOL … Leute! Menschen setzen sich da hin und BASTELN und NÄHEN und sind COOL dabei… schon mal sowas verrücktes gehört??? Die Bedienungen sind alle einem UrbanOutfitters entstiegen und flößen Alkohol in die kichernden Frauenmengen. Selber machen wird auf höchstem Hipster-Niveau gefeiert! … ey… sowas schon gesehen?

DrinkShopDo

Den Laden hätte ich glatt abbauen, in mein kleines Köfferchen stecken und unten an meiner Münchner Straßenecke wieder aufbauen wollen.

Der Shop – wie im Namen versprochen

Mit einer Ladentheke voller Wollgarn und Krempel zur Handarbeit!

DanceShopDo

Wahrhaftige Party-Location im Keller…

Room to do DOs

Und Ecken, in denen man ernsthaft trinken und Kuchen essen kann, während man dabei zusieht, wie ebenfalls angeschwipste, kurzberockte Junggesellinen-Abschiede gackernd Strumpfbänder nähen – oder andere tolle Dinge

Ich meine… ist das nicht unglaublich? Da trinkt man Gin, isst großmütterlichen Kuchen, bastelt und ist COOL… ich sag’s ja nur nochmal, damit wir auch alle auf dem gleichen Stand sind… COOL!!!!

Ich möchte auch cool sein!

Bedauerlicher Weise sehe ich mich nicht als Geschäftsgründer – daher: Ihr mutigen Business-Macher, fühlt euch angefeuert und -gespornt! Macht mir in München einen solchen Laden auf. Ich würde drölfzigtausend Strumpfbänder bei euch nähen und die Nächte durchtanzen.

Ich kenne kein Café-Konzept in München, das einen ähnlichen Ansatz fährt. Her damit! Hierher her damit! Wobei ich fast befürchte, dass wir noch nicht “soweit” sind mit unserer DIY Kultur  (Will jetzt nix davon hören, dass es das aber in Berlin schon gibt… schon klar, BerlinBerlinBerlin). Es wird, es wird… aber momentan – so mein Eindruck – befinden wir uns noch in der Phase, in der mir persönlich zu viele Baby-Strampler und Täschchen in niedlichem Muster genäht werden (wooooow! Jetzt nicht angegriffen fühlen! Baby-Strampler müssen und sollen sein! Keine Frage… nähe, wem Stoff gegeben! Aber bin ich die einzige, die findet, dass es manchmal noch ein wenig “öko” ist, selbst Klamotten für sich zu nähen?). Ich sehe eben noch keinen Junggesellinen-Abschied Strumpfbänder im Glockenbach nähen. Also, liebe Gründer… vielleicht müssen wir das Konzept etwas anders aufziehen und erst mal alle besoffen machen… die werden dann schon kreativ. Nur mit dem Handarbeitszeug müssen wir vorsichtig sein.

Man kläre mich auf! Irre ich mich? Sind wir Menschen , die nähen, in Deutschland / München schon DIY-cool und ich hab’s einfach verpasst? Wenn ich hier Leuten von meinem Hobby erzähle, schauen die mich nicht gerade so an, als würde der angesagteste DJ der Stadt vor ihnen stehen. Wann werden wir DJs?? (Die sind schon noch cool, oder?)

Menschen, die ich in London wie DJs angestarrt habe, sind folgende Designer:

Fast gekauft hätte ich eine Jacke von dem jungen Herrn Bizby (das Bild rechts tut ihm unrecht):

Alec Bizby     Alec Bizby's Wolf

Gescheitert ist es allein an den verfügbaren Größen für “Damen” – für 25 Pfund hätte ich da sofort zugeschnappert – sehr geniale Sachen, die er da “during the week” zusammenbaut. Hat er auch gesagt: Ich solle ihm eine Mail schreiben, er nähe mir unter der Woche eine und schicke sie mir rüber. Ich so: “Wah! Cool.. will do…!” Never did. Aber ich könnte noch. Ich wollte ja eh. Aber wie bezaubernd / verstörend: Da steht der diplomierte Fashion-Designer an der BrickLane und vertickert seine hangearbeiteten Jacken für 25 Pfund an Banausen wie mich. Ich wünsche ihm, dass der ASOS Link auf seiner Seite bald wieder schöne Ergebnisse zeigt und er sich dumm und dusselig verdient!! You go, Alec!!

 

Direkt zum Zuge bin ich bei ihr gekommen (wie, das hat nichts mit Nähen zu tun… huch! Hach!…)

RachelLovesBob RachelLovesBob

Mein kleines, schrumpeliges Rosinenherz hofft, dass irgendwo auch wirklich Rachel Bob liebt. Für einen wirren Moment hatte ich angenommen, dass die Standbetreiberin (und Designerin Rebecca) tatsächlich Rachel ist … und der Herr, der einen Kaffee brachte, Bob… aber so romantisch ist die Welt nun wohl doch nicht. So oder so, RachelLovesBob ist cool  UND auch noch online verfügbar! Auch das nur ein weiterer, gut gemeinter Tip meinerseits.

 

Wo Sie gerade cool sagen… (das zu häufig verwendete Wort des Posts):

Soundtrack zum Text / zur Stadt: Rudimental feat. John Newman:

Rudimental – Feel The Love. Dir Cut from Bob Harlow on Vimeo.

(Ist dieses Video AWESOME or WHAAAT?! Wieso ich das Lied mit UK verbinde? Weil ich dem Marketing von VisitBritain auf den Leim gegangen bin, die den Song für ein wirklich wundervolles, interaktives “Reise durch Britain” Video verwendet haben – selbst mit den Video interagieren lohnt sich… wenn man England geil findet. Sonst auch.)

 

 

 

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2 thoughts on “Ich will auch DJ sein

    1. Man beachte den Spruch meiner Oma: Nur im dunkeln ist gut munkeln. Was wiederum die Gerüchte zur Schlüpfrigkeit des Ketten-Namens stützen würde… ich verrenne mich… ich muss weg. 😉

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